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Restaurants in Notion festhalten: selbst bauen oder doch eine App?

Aktualisiert am 2. Juli 2026 · von dem Crumble-Team

Wenn du deine Leseliste, deine Projekte und dein halbes Leben schon in Notion verwaltest, ist es ein völlig nachvollziehbarer Reflex, die Restaurants gleich mit dazuzupacken. Restaurants in Notion festhalten ist ein ernst zu nehmender Weg: Eine Datenbank mit den richtigen Eigenschaften und Ansichten trägt jahrelange Essensgeschichte, kostet dich nichts über das Abo hinaus, das du ohnehin zahlst, und liegt einen Klick in der Seitenleiste von deinen anderen Notizen entfernt. Es gibt einen ganzen Markt an kostenpflichtigen Templates, die genau auf dieser Idee aufbauen — was dir zwei Dinge verrät: Die Nachfrage ist echt, und die Struktur darunter ist simpel genug, dass du dafür nichts bezahlen musst.

Dieser Ratgeber gibt dir diese Struktur umsonst: das Datenbankschema, das auch nach hundert Einträgen noch steht, die Ansichten, die daraus ein Werkzeug machen, und das, was dieser Aufbau ehrlich gut kann. Danach ein nüchterner Blick auf den Punkt, an dem das Pflegen einer Allzweckdatenbank aufhört, Spaß zu machen — und was eine App anders macht, die genau dafür gebaut wurde. (Wenn du zuerst die größere Frage klären willst, Methode für Methode, lies unseren Ratgeber dazu, wie du Restaurants festhalten kannst.)

Das Schema, das wirklich hält

Die meisten Restaurantdatenbanken scheitern auf dieselbe Weise: Am ersten Tag stehen zu viele Eigenschaften drin, dadurch fühlt sich das Eintragen eines Abendessens an wie eine Meldung ans Amt, und bei Eintrag zwölf ist die Gewohnheit tot. Das Schema unten ist die abgespeckte Fassung — jede Eigenschaft verdient ihren Platz, weil sie eine Frage beantwortet, die du später tatsächlich stellst („wo war noch mal dieser Ramen-Laden?“, „was hatte ich bestellt?“, „würde ich wieder hingehen?“).

Leg eine neue Datenbank an und füge diese Eigenschaften hinzu:

  • Name — die Titeleigenschaft. Das Lokal, genau so, wie du danach suchen würdest.
  • Stadt / Viertel — eine Auswahl-Eigenschaft, kein Freitext, damit „Berlin“ und „berlin“ nicht zu zwei Orten werden. Isst du fast immer in einer Stadt, nimm stattdessen Stadtteile.
  • Küche — Auswahl. Halte die Optionsliste kurz (10 bis 15); „Japanisch“ schlägt drei getrennte Einträge für „Ramen“, „Sushi“ und „Izakaya“, nach denen du nie filtern wirst.
  • Besuchsdatum — Datum. Damit sortierst du nach Aktualität und siehst, welche Läden mal wieder dran wären.
  • Bewertung — eine Zahleneigenschaft (von 5 oder von 10). Eine Auswahl mit festen Stufen geht auch und verhindert Scheingenauigkeit wie 7,25; entscheide dich für eins und bleib dabei.
  • Bestellte Gerichte — Text. Das am meisten unterschätzte Feld im ganzen Schema: Ein halbes Jahr später ist „nimm die Lammspieße, lass die Dumplings weg“ mehr wert als die Bewertung.
  • Gehe ich wieder hin — Kontrollkästchen. Brutal simpel, und der schnellste Filter für „wo essen wir heute Abend?“.
  • Will ich hin — eine Status-Eigenschaft mit Stufen wie Will ich hin, War ich, Favorit. Das ist deine Merkliste und dein Archiv in einem Feld.
  • Notizen — Text, für alles, was sonst nirgendwo passt: die Stimmung, mit wem du da warst, „am Wochenende vorher reservieren“.
  • Foto — Dateien & Medien. Ein Foto pro Eintrag, was mehr ausmacht, als es klingt (siehe unten).

Danach kommen drei Ansichten dazu — das ist der Moment, in dem sich die Datenbank wie ein Werkzeug anfühlt und nicht mehr wie eine Tabelle:

  • Galerie, gruppiert nach Stadt / Viertel, mit dem Foto als Kartenbild. Das ist dein Ersatz für eine Karte — Notion hat keine Kartenansicht, also ist das visuelle Gruppieren nach Ort das Nächste, was du bekommst, und es scrollt sich erstaunlich angenehm.
  • Board, gruppiert nach dem Status „Will ich hin“. Diese erste Spalte öffnest du, wenn du einen Laden aussuchen musst; zieh die Karte auf War ich, sobald du da warst.
  • Tabelle, sortiert nach Bewertung, gefiltert auf War ich. Deine persönliche Bestenliste, immer aktuell, ohne Pflegeaufwand.

Mehr ist es nicht — eine gute halbe Stunde Arbeit, und kein Template-Kauf nötig. Alles, was ein kostenpflichtiges Template obendrauf legt, ist Deko.

Was die Notion-Variante wirklich gut kann

Ehre, wem Ehre gebührt — für den richtigen Menschen ist die Notion-Lösung ernsthaft gut:

  • Volle Kontrolle. Jede Eigenschaft, jede Ansicht, jeden Filter kannst du selbst ändern. Du willst eine Auswahl für die Preisklasse, ein Feld „wer hat es empfohlen“ oder eine Formel, die Läden markiert, in denen du seit einem Jahr nicht mehr warst? Zehn Sekunden pro Stück. Da kommt keine App mit.
  • Felder, die zu deinem Kopf passen. Jemand, der glutenfrei isst, jemand, der jedes Café der Stadt abhaken will, und jemand, der Date-Abende plant, brauchen unterschiedliche Felder — und Notion bedient alle drei aus demselben Grundschema.
  • Kostenlos, im Abo, das du sowieso hast. Kein neues Abo, kein neues Konto, kein zusätzliches Icon auf dem Startbildschirm.
  • Es liegt neben deinen anderen Notizen. Deine Restaurantdatenbank kannst du mit deiner Reiseplanung, deinen Rezepten und deinem Tagebuch verknüpfen. Für alle, die Notion wirklich als zweites Gehirn nutzen, ist diese Nachbarschaft ein echtes Feature und keine Nettigkeit.

Wo die Datenbank anfängt zu ächzen

Die Probleme zeigen sich nicht am ersten Tag — sie tauchen um Eintrag fünfzig herum auf, und sie stecken alle in der Struktur, lassen sich also nicht mit einem besseren Template beheben:

  • Jedes Detail zum Lokal tippst du selbst. Es gibt keine Ortssuche: Du tippst den Namen, wählst die Stadt, wählst die Küche, jedes Mal neu. Eine App, die dafür gebaut ist, füllt das alles aus einer Ortsdatenbank aus; in Notion bist du die Ortsdatenbank.
  • Keine echte Karte. Die Galerie nach Stadt ist ein Umweg, keine Karte. „Ich bin gerade in diesem Viertel — was fand ich hier in der Nähe gut?“ ist genau die Frage, wegen der man Restaurants überhaupt festhält, und eine nach Auswahlfeld gruppierte Datenbank kann sie räumlich nicht beantworten.
  • Keine Freundesebene. Du kannst die Notion-Seite teilen, aber damit veröffentlichst du ein Dokument, du teilst keine Karte. Die Liste deiner Freundin legt sich nicht als Ebene über deine, du siehst ihre neuen Funde nicht auftauchen, und wenn zwei Leute eine gemeinsame Datenbank pflegen, gibt es Reibung beim Zusammenführen statt eines Feeds.
  • Hürde am Tisch. Der realistische Moment zum Eintragen sind die zwei Minuten nach dem Essen, auf dem Handy. Notion öffnen, zur Datenbank navigieren, einen Eintrag anlegen und acht Eigenschaften auf einer Handytastatur ausfüllen — das ist genau die Art Reibung, die eine Gewohnheit leise umbringt.
  • Fotos blähen den Workspace auf. Ein Foto pro Eintrag klingt harmlos, bis du ein Jahr weiter bist und deine Restaurantdatenbank der schwerste Brocken in deinem Notion ist — sie lädt langsamer und frisst am Upload-Limit kostenloser Tarife.
  • Keine Struktur pro Gericht. Das Textfeld „Bestellte Gerichte“ reicht, bis du Gerichte einzeln bewerten willst — dann brauchst du eine zweite verknüpfte Datenbank, Rollups und pro Lokal eine verknüpfte Ansicht. Machbar, ohne Frage. Aber das ist der Punkt, an dem das Projekt aufhört, ein netter Abend zu sein, und zu einem System wird, das du pflegst.

Der Weg über eine App

Volle Offenheit: Dieser Ratgeber steht auf der Seite von Crumble, der App, die unten beschrieben wird. Das Notion-Schema oben ist vollständig und für sich allein gut brauchbar — es wurde nichts zurückgehalten, damit die App besser dasteht.

Crumble ist im Grunde die Datenbank von oben, nur eigens dafür gebaut — mit den Teilen, die Notion strukturell nicht liefern kann. Die App ist kostenlos und läuft als Progressive Web App auf crumble.me: jeder Browser auf iPhone, Android oder Desktop, auf Wunsch auf dem Startbildschirm installiert, also sitzt sie am Laptop problemlos im Tab neben Notion. Konkret:

  • Lokalsuche ist eingebaut. Tippe ein paar Buchstaben und wähle den Laden aus den Daten von Foursquare Places — Name, Ort und Kategorie füllen sich von selbst. Keine Adresse abtippen, und damit fällt der größte Teil der Hürde am Tisch weg.
  • Bewertungen pro Gericht, auf ein Zehntel Stern genau (0–5). Das Projekt mit verknüpften Tabellen, das du in Notion bauen müsstest, ist hier der Normalfall: Bewerte jedes Gericht, und deine Historie wird zur Bestellhilfe.
  • Eine Wishlist, die sich selbst aufräumt. Schreib eine Bewertung über einen gemerkten Laden, und er verschwindet automatisch von der Wishlist — das Ziehen zwischen Spalten, für dich erledigt.
  • Eine echte Karte mit einer Freundesebene. Deine Orte als Pins und die Orte deiner Freunde auf derselben Karte — nur für Freunde, kein öffentlicher Feed. Das ist der Teil, den kein geteiltes Dokument nachbaut.
  • Der Kram drumherum: ein Passport, Trips zum Gruppieren von Reisen, Stadtrückblicke (denk an Spotify Wrapped, aber für dein Essen) und leichtes XP mit wöchentlichen Challenges, falls Serien dir beim Dranbleiben helfen.
  • Datenschutz geregelt: in der EU gehostet, DSGVO-konform, keine bezahlte Werbung, und GPS-Daten werden automatisch aus hochgeladenen Fotos entfernt.
Notion-TemplateCrumble
EinrichtungszeitRund 30 Minuten Bauzeit (oder ein Template kaufen)Anmelden und den ersten Laden eintragen
Lokal automatisch ergänzenNein — jedes Detail von Hand getipptJa (Daten von Foursquare Places)
KartenansichtNein — Umweg über die Galerie nach StadtJa, das ist der Kern der App
FreundesebeneNur eine Seite teilenKarte nur mit Freunden teilen, eingebaut
Bewertungen pro GerichtNur über verknüpfte Tabellen, die du selbst baustEingebaut (Schritte von einem Zehntel Stern, 0–5)
Eigene FelderUnbegrenzt — hier gewinnt Notion klarFeste Struktur (plus eigene Tags)

Wenn du mehr als diese beiden Optionen abwägst, stellt unser Ratgeber zu den besten Apps zum Festhalten von Restaurants die ganze Kategorie nebeneinander.

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Behalte einfach beides

Das ist eigentlich kein Entweder-oder. Der pragmatische Aufbau für einen Notion-Vielnutzer ist eine Aufteilung nach Aufgabe: Die App übernimmt die Runde am Tisch — Lokal suchen, Gerichte bewerten, in unter einer Minute fertig — denn diese Runde steht und fällt mit der Reibung. Notion behält die Aufgaben, in denen es wirklich besser ist: der lange Text über ein unvergessliches Essen, deine Versuche, ein Gericht zu Hause nachzukochen, Reiseplanungen, die Restaurants mit Flügen und Museen verknüpfen, und jede eigene Auswertung, nach der dein Felder-und-Formeln-Herz verlangt. Der Fehler, den du vermeiden willst: das häufige Eintragen in ein Werkzeug zu pressen, das dafür zu viel Reibung erzeugt, und danach zu schließen, du seist „einfach schlecht darin, Restaurants festzuhalten“. Bist du nicht — die Datenbank war nur das falsche Werkzeug für diese eine Aufgabe und genau das richtige für alle anderen.

Häufige Fragen

Wie halte ich Restaurants in Notion fest?

Leg eine Datenbank mit diesen Eigenschaften an: Name (Titel), Stadt / Viertel (Auswahl), Küche (Auswahl), Besuchsdatum (Datum), Bewertung (Zahl), Bestellte Gerichte (Text), Gehe ich wieder hin (Kontrollkästchen), Will ich hin (Status), Notizen (Text) und Foto (Dateien). Danach kommen drei Ansichten dazu: eine Galerie, gruppiert nach Stadt, mit dem Foto als Kartenbild, ein Board, gruppiert nach dem Status „Will ich hin“, und eine Tabelle, sortiert nach Bewertung. Damit deckst du Besuche eintragen, eine Merkliste pflegen und Lieblingsläden wiederfinden ab — ohne ein einziges kostenpflichtiges Template.

Gibt es eine App, die eine Notion-Datenbank für Restaurants ersetzt?

Crumble ist eine kostenlose App, die genau dafür gebaut ist. Sie kann, was die Notion-Datenbank kann, und ergänzt, was diese strukturell nicht kann: Lokalsuche mit automatischem Ausfüllen (keine Adressen abtippen), eine echte Kartenansicht, Bewertungen pro Gericht auf ein Zehntel Stern genau, eine Wishlist, die sich selbst aufräumt, sobald du einen Laden bewertest, und Teilen, das nur Freunde sehen. Sie läuft als Web-App auf crumble.me in jedem Browser, steht am Rechner also direkt neben Notion.

Notion-Template für Restaurants kaufen oder selbst bauen?

Bau es selbst. Der brauchbare Kern ist eine Datenbank mit rund zehn Eigenschaften und drei Ansichten — etwa eine halbe Stunde Arbeit, und das Schema in diesem Ratgeber darfst du frei übernehmen. Kostenpflichtige Templates legen meist nur kosmetische Dashboards auf dieselbe Struktur, und wer selbst baut, versteht jede Eigenschaft gut genug, um sie später zu ändern.

Kann Notion meine Restaurants auf einer Karte anzeigen?

Von Haus aus nicht. Notion hat keine Kartenansicht, deshalb ist der übliche Umweg eine Galerie, gruppiert nach Stadt oder Viertel — die beantwortet „was fand ich hier in der Gegend gut?“ mit einer Liste statt mit einem Ort. Karten-Embeds von Drittanbietern gibt es, dafür musst du deine Datenbank aber mit einem externen Dienst synchronisieren. Wenn dir Pins auf einer Karte wichtig sind, ist das der klarste einzelne Grund, neben oder statt Notion eine eigene App zu nutzen.

Wie DSGVO-freundlich ist eine Restaurantliste in Notion?

Notion ist ein US-Anbieter und speichert deine Inhalte auf US-Servern. Für eine private Liste eigener Besuche ist das meist unkritisch, aber Fotos mit GPS-Daten und die Namen der Leute, mit denen du essen warst, landen eben dort. Wenn dir der Serverstandort wichtig ist, achte darauf, wo die Alternative hostet: Crumble läuft in der EU, ist DSGVO-konform, standardmäßig nur für Freunde sichtbar und entfernt GPS-Daten automatisch aus hochgeladenen Fotos.